Als der Sitz des Großpriors 1505 endgültig von Freiburg nach Heitersheim verlegt wurde, begann der konstante Ausbau der Wasserburg zum Schloss. Heitersheim entwickelte sich zum Verwaltungsmittelpunkt des Johanniterordens.

Großprior Johann von Hattstein (1512-1546) veranlasste ab 1524-1546 überaus einschneidende Baumaßnahmen. Er ließ die Gebäude nach außen an die Ringmauer verlegen, um im Innern der Anlage Platz zu bilden. Die neuen Schlossbauten erhielten ihr Aussehen im Stil der Spätgotik. Im Süden befand sich das Prioratshaus, an das um 1560 ein starker Rundturm angebaut wurde. Den Bereich längs der westlichen Ringmauer nahm das Ritterhaus mit Torturm ein. Hofseitig entstand ein sechseckiger Treppenturm mit Spindeltreppe.

Im Norden kamen Bäckerei und Küferei hinzu und schlossen gegen Osten mit dem Diener- und Gästehaus ab. Der nahezu ovale Grundriss der Kernburg entstand durch die polygonale Ringmauer, die als Außenmauer der Bauwerke genutzt wurde. Das weitläufige Vorgelände mit Hofgut und Kirche konnte in die bestehende Anlage mit einbezogen werden, wodurch ein zweiteiliger Schlossbereich entstand. Die Kirche wurde 1525 abgebrochen und nahe zum Dorf verlegt.

Lageplan, Vorburg und ovale Kernburg mit Graben.
Lageplan, Vorburg und ovale Kernburg mit Graben.
Bildquelle: Generallandesarchiv Karlsruhe, 1773
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