Blüte und Niedergang

Mitte des 13. Jh. gelang es dem Johanniterorden im Breisgau festen Fuß zu fassen und sich allmählich zu einem mächtigen Grundherrn zu entwickeln, so auch in Heitersheim: Neben der ursprünglichen Burg, die vermutlich die Herren von Staufen im 11. Jh. erbauten, befand sich ein zur Klosteranlage Murbach gehörendes Hofgut, das die Herren von Staufen verwalteten.

1272 übergab Gottfried d. J. von Staufen seine Güter und sein Hofgut durch Schenkung an den Johanniterorden und dessen Kommende in Freiburg. Zunehmender Reichtum und ständiger Gebietszuwachs veranlassten die Johanniter zu Freiburg, im frühen 14. Jh., eine Kommende in Heitersheim zu begründen. Diese war anfangs der Kommende Freiburg unterstellt.

Als 1428 der Johanniterorden auf seinem Generalkapitel auf Rhodos eine Neuordnung der Verwaltung beschloss, gewann Heitersheim stark an Bedeutung: Die Kommende Heitersheim wurde zur ständigen Residenz des jeweiligen Großpriors des neu errichteten Großpriorats in Deutschland bestimmt. Dieser Beschluss benötigte jedoch Zeit, da nur vereinzelt Funktionen von Freiburg nach Heitersheim verlegt wurden.

Großprior Hegenzer von Wasserstelz (1505-1512)
Großprior Hegenzer von Wasserstelz (1505-1512)
Glasfenster: Kirche in Wald, Schweiz (Ausschnitt)
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