Erst unter Großprior Johann Hegenzer von Wasserstelz (1505- 1512) wurde im Jahr 1505 der Sitz des Großpriors endgültig von Freiburg nach Heitersheim verlegt. Dadurch entwickelte sich Heitersheim zum Verwaltungs- und Kulturmittelpunkt des Ordens. Die Bedeutung von Freiburg trat zunehmend zurück. Infolge der Befestigung Freiburgs durch Vauban, erfolgte 1677 der Abbruch der Freiburger Johanniterkommende.

Im Bauernkrieg von 1525 verbündete sich der Verwalter des Schlosses, Hans Graf, mit den Markgräfler Bauern, öffnete die Toranlagen und ermöglichte ihnen die Plünderung.

In der folgenden Zeit bewirkte Großprior Johann von Hattstein (1512-1546), bis in sein Sterbejahr 1546, den starken Ausbau des Schlosses zur Residenz. In seiner langjährigen Amtszeit als Großprior fand er allseits große Anerkennung.

Sein unmittelbarer Nachfolger, Großprior Georg Schilling von Cannstatt (1546-1554), gewann durch seine Verdienste um das Reich das persönliche Vertrauen von Kaiser Karl V. Dieser verlieh ihm 1548 auf dem Reichstag zu Augsburg die Würde eines Reichsfürsten mit Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat für ihn und seine Nachfolger.

Großprior Johann von Hattstein (1512-1546)
Großprior Johann von Hattstein (1512-1546)
Grabplatte, Pfarrkirche Heitersheim (Ausschnitt)
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