Fürst-Großprior Johann Friedrich Hund von Saulheim (1612- 1635) stiftete 1616 den Franziskanern ein Grundstück zum Bau eines Klosters und erließ 1620 eine Herrschaftsordnung.

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) blieb das Schloss, im Gegensatz zum Ort, weitgehend verschont. Nach Ende der Kriege mussten vorrangig deren Folgen beseitigt werden, so dass erst um 1700 wieder mit größeren Um- und Neubaumaßnahmen im Schlossbereich begonnen wurde.

Die darauffolgenden Fürsten zeichneten sich vor allem durch ihre Bautätigkeiten aus. Besonders Fürst Philipp Wilhelm Graf von Nesselrode-Reichenstein (1728-1752) trat dabei als sehr kunstsinniger und baufreudiger Auftraggeber hervor.

1806 wurde das Fürstentum und Großpriorat Heitersheim infolge der Mediatisierung aufgehoben und fiel an das neu gegründete Großherzogtum Baden. Der Großherzog war am Schloss nicht interessiert, da er selbst genügend Besitztümer besaß. Es gab Überlegungen, die Gebäude als Pferdegestüt, Tapetenfabrik oder als Landesirrenanstalt zu nutzten. In der Folge wurden großherzogliche Pensionäre, Beamtenwitwen und staatliche Stellen untergebracht.

Ort Heitersheim, Pfarrkirche und Kloster, um 1643.
Ort Heitersheim, Pfarrkirche und Kloster, um 1643.
Kupferstich: Matthäus Merian d. Ä. (Ausschnitt)
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