Neubeginn und Gegenwart

Ab 1826-1850 erfolgte der Abbruch des Nord- und Südflügels. Die verbliebenen Teile des Schlosses wurden aufgeteilt und an die Familien Karl Zotz, Bathiany ›zum Adler‹ sowie Verwalter Hölzlin verkauft. Mit Aufhebung des Großpriorats hatte die Gemeinde Heitersheim nicht nur ihren größten Arbeitgeber, sondern auch einen Zentralitätsverlust erlitten. Zum Ausgleich erhob Großherzog Karl Friedrich das Dorf 1810 zur Stadt.

Der Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, mit Mutterhaus in Freiburg, erwarb 1893 Teile des stark in Verfall geraten Schlosses. Unter Leitung von Generaloberin Albana Jörger (1884-1898) wurde ein Heim zur Erziehung und Beschäftigung von Mädchen eingerichtet. Die restlichen Teile des Schlosses, die sich in Privatbesitz befanden, konnte der Orden bis 1907 schrittweise erwerben.

Eine überaus bedeutende Baumaßnahme bildete der Neubau des Schwesternheims St. Ludwig, das 1908-1910 nach den Plänen des Freiburger Architekten Lukas Geis errichtet wurde. Es entstand ein neobarocker Neubau, der sich harmonisch in die historische Bausubstanz einfügte.

Großherzog Karl Friedrich von Baden (1728-1811)
Großherzog Karl Friedrich von Baden (1728-1811)
Bildquelle: Neues Schloss, Baden Baden
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