Ab 1806 erfolgte die Aufhebung des Fürstentums Heitersheim infolge der Mediatisierung. Der Schlosskomplex sollte verkauft werden, was sich jedoch als unmöglich erwies. Bereits 1826 wird der baufällige Nordflügel abgebrochen.

Die restlichen Schlossbauten wurden um 1840 aufgeteilt und an private Besitzer veräußert. Um die Straßenführung nach Sulzburg zu erleichtern, erfolgte der Bau einer Landstraße durch die südlich angrenzende barocke Gartenanlage und trennte sie somit vom Schlossareal ab. Nach 1850 wird auch der Südflügel, bestehend aus Fürstenhaus, Hauskapelle und Rundturm abgebrochen. Das spätgotische Türgewand kam beim Bau des Gasthofs ›zum Ochsen‹ zur Verwendung, das Dachgestühl wurde als Brennholz verkauft.

Der Orden der Barmherzigen Schwestern, mit Mutterhaus in Freiburg, erwarb 1893 auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Erziehungsheim, Teile der stark in Verfall geraten Schlossanlage. Im ehemaligen Ritterhaus wurde nach ersten Renovierungsarbeiten ein Erziehungsheim für Mädchen eingerichtet und eine Hauskapelle eingebaut. Einem Bericht zufolge erinnerte noch zu diesem Zeitpunkt ein mit Malereien ausgestatteter Saal an die Johanniter.

Vorburg, Kanzleigebäude mit Brunnen, um 1780.
Vorburg, Kanzleigebäude mit Brunnen, um 1780.
Bildquelle: Wehrgeschichtliches Museum, Rastatt (Ausschnitt)
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