Bereits nach Erwerb der ersten Schlossgebäude, erwog der Orden die Einrichtung eines Erholungsheims für Schwestern. Schrittweise wurden die übrigen Teile des Schlosses, die sich in Privatbesitz befanden, bis 1907 erworben.

Eine beachtliche Baumaßnahme bildete der Neubau des im neobarocken Stil errichteten Schwesternerholungsheims St. Ludwig. Nach Plänen des Architekten Lukas Geis aus Freiburg wurde in den Jahren 1908-1910 der Neubau an der Stelle des ehemaligen Fruchtspeichers, unter Mitbenutzung des früheren Kellergewölbes, erbaut. Der neue Kirchenbau der Schwestern verband Vor- und Kernburg und überbaute an dieser Stelle den ehemaligen Wassergraben. Der Kirchturm erhielt eine Zwiebelhaube während der Innenraum eine dem Barockstil nachempfundene Ausstattung sowie zarte Stuckarbeiten und im Stil von Louis XVI. gehaltene Altäre bekam. 

1983-1985 ließ der Orden das heutige Schwesternpflegeheim, ehemaliges Kanzleigebäude sowie weitere Teile des Schlosses umfassend und aufwendig renovieren. Ergänzend wurden die Gartenanlagen neu strukturiert. Die Auflösung des großen landwirtschaftlichen Selbstversorgungsbetriebs, mit über 30 Hektar Feld, erfolgte erst um 1990.

Schwesternhaus St. Ludwig, Aufnahme um 1940.
Schwesternhaus St. Ludwig, Aufnahme um 1940.
Bildquelle: Gebrüder Metz
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