Fürstliche Gartenlust

Nachweislich um 1773 bestand an der Südseite des Schlosses ein französischer Barockgarten, der als terrassiertes Parterre angelegt war. Unter Fürst-Großprior Philipp Wilhelm Graf von Nesselrode (1728-1754) erfolgte maßgeblich der spätbarocke Ausbau des Schlosses und vermutlich auch die Neugestaltung des barocken Gartens zur fürstlichen Repräsentation.

Die einzige Bildquelle aus der Zeit dieses Schlossgartens, ein geometrischer Grundriss von 1773, stellt einen durch Mauern abgefangenen Barockgarten dar, dessen Terrassen über eine Freitreppe verbunden sind. In der langen Sichtachse, die auf das Fürstenhaus ausgerichtet ist, bilden Springbrunnen einen belebenden Kontrast zur Strenge der übrigen Anlage.

Dabei wurde das zum Sulzbach abschüssige Gelände mittels Stützmauern und entsprechenden Bodenausgleich dergestalt geformt, dass unterhalb des Fürstenhauses auf zwei langen Geländeterrassen ein französischer Parterregarten entstand. Nach der Aufhebung des Fürstentums im Jahr 1806 ging die prachtvolle Gartenanlage unwiederbringlich verloren.
Der Schlossgarten heute

Lageplan, Schlossgebäude mit Gartenanlage, 1773.
Lageplan, Schlossgebäude mit Gartenanlage, 1773.
Bildquelle: Generallandesarchiv, Karlsruhe
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